Deutsch – Ressourcen

April 4, 2009

Goethe, Schiller und all diese. Ich habe nie verstanden warum ich Goethe gut finden soll oder warum ich Schiller so genial fand. Dürrenmatt steht ausser Konkurrenz, den mag jeder (ausser der „Winterkrieg in Nepal“).

Also lange Rede gar kein Sinn, hier ist das Buch, das einem Deutsch erklärt. Besser und aufregender als jeder Unterricht: Deutsch für Profis

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Der Autor dieses Buches ist nicht irgendeine unkündbare Labertasche, sondern der Gründer einer Journalisten-Schule, ehemaliger Chef-Redakteur bei der Welt und ehemaliger Chef vom Dienst beim Stern, und und und. Wenn schon lernen, dann vom Guru.

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Chemie – Ressourcen

April 4, 2009

(so jetzt noch schnell vor dem Schlafengehen):

Magic Andy (Andreas Korn-Müller) tourt durch Deutschland und zeigt seine Künste in seiner Zaubershow. In seinem Buch zeigt er viele Experimente für Kinder und erklärt diese auch schön. Ein Muss für zukünftige Sprengmeister.

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Dmitri Mendelejew kennt eigentlich niemand. Und dennoch kennt ihn jeder. Er war der Erfinder des Periodensystems – das ist die große Tafel, die völlig sinnfrei in jedem Chemie-Saal steht und ohne die die Schule keine Zulassung bekommt.

Doch war Dmitri niemand, der einfach mal so alle Elemente auf ein Blatt schrieb. Nein im Gegenteil, manche Elemente waren noch nicht entdeckt und Dmitri konnte aufgrund seines Genie-Streiches ihre chemischen Eigenschaften voraussagen. Die Tafel hat Sinn und wer über Chemie und diesen Mann mehr erfahren will, sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen:

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Auf gut Glück empfehle ich auch noch die Macchiato-Version von Chemie (beim nächsten Bibliotheks-Besuch werde ich sie kritisch beäugen) – bis dahin hoffe ich, dass mich die Macchiato-Reihe nicht enttäuscht – der Amazon-Blick-Ins-Buch sieht aber schon mal gut aus.

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Mathematik – Ressourcen

April 4, 2009

Der Zahlenteufel ist ein schönes Buch für Kinder, wo Mathematik richtig appetitlich gemacht wird. Vorsicht bei dem Wort „Schulmathematik“ muss selbst der Zahlenteufel kotzen. Bravo Herr Enzensberger (so heißt der Autor), besser hätte auch ich es nicht formulieren können. (Die Geschichte kann auch jüngeren Kindern vorgelesen werden)

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Wer Pettersson und Findus mag, der wird sich über dieses Mathe-Buch freuen. Es zeigt uns, dass Mathematik überall im Alltag ist und dass wir eigentlich die größten Mühen auf uns nehmen müssten, um Mathematik nicht zu lernen oder uns vor ihr zu verstecken.

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Wer mal so richtig einen auf Kopfrechen-Genie machen will, der ist mit diesem Buch gut beraten:

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Der Autor Arthur Benjamin ist Mathematikprofessor am Harvey Mudd College. Zusätzlich hat er eine Zaubershow und verblüfft mit seinen „Fähigkeiten“. Interessant sind auch die begeisterten Rezensenten auf Amazon. Die protzen alle nur noch mit ihren Mathematik-Fähigkeiten. Vorsicht, das kann peinlich wirken 🙂

Für alle, die noch höher hinauswollen, ist die Mathe-Macchiato-Reihe gut verständlich; mit sympathischen Comics (Sympathie ist für mich übrigens wichtig) und zielt auf den Selbstlerner, der Verständnis erreichen will. Wer genau die Schulmathematik haben will – aber halt mit Kapieren und so, der ist hier richtig:

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Es gibt ein Buch für die Grundlagen (inklusive Geometrie – also Malen nach Zahlen); Analysis für alle, die lieber mit der Kurve diskutieren, als sie zu kratzen (schwacher Witz, aber den konnte ich mir nicht verkneifen); Statistik für den unwahrscheinlichen Fall, braucht man interessanterweise sehr oft (wenn man in die Uni geht).

(Die Macchiato-Reihe war so erfolgreich, dass es mittlerweile auch Physik und Chemie gibt)

Sprachen – Ressourcen

April 4, 2009

Bei Sprachen kenne ich mittlerweile 3 gute Herangehensweisen, die man ohne Mühe bis zum Ende durchziehen kann.

Das ist einmal die fabulöse Assimil-Reihe (Konzept, Probekapitel)

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Und zum anderen ist es die Reihe von Rosetta Stone, die anscheinend Kinder mehr Spaß macht – mit der ich persönlich aber keine großen Erfolge verbuchen konnte (allerdings bin ich halt eher der Buchtyp). Auch erscheint sie mir ein bisschen kalt und unsympathisch – allerdings bin ich halt eher der Buchtyp 🙂

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Vorsicht! Rosetta Stone (die komplette Version) ist sehr teuer. Erst in der Bibliothek ausprobieren, ob es einem liegt.

Und natürlich mein Ansatz – dieser ist eine Weiterentwicklung des Assimil-Konzeptes – liegt aber auf Eis, wegen der Finanzkrise und meiner Promotion.

(Ich finde es sehr interessant, dass Assimil die Gegenüberstellung von Text und Übersetzung benützt (dafür war eigentlich der Rosetta Stone bekannt) und Rosetta Stone auf Assimilierung des Stoffes setzt)

Zeichnen – Ressourcen

April 4, 2009

Wir würden alle gerne richtig gut zeichnen können (zumindest kenne ich keinen, der behauptet, er wäre stolz auf eine schlechte* Zeichnung).

Hier ist das Buch, dass mir über alles geholfen hat Zeichnen zu lernen:

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Betty Edwards ist ein Naturtalent, wenn es darum geht, anderen das Zeichnen beizubringen.

Und deswegen gibt es mittlerweile auch ein Workbook (wahrscheinlich ohne die Theorie) und eine Neuauflage:

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Diese habe ich allerdings nicht gelesen – oder bearbeitet. Da ich es leider erst als Erwachsener entdeckt habe, musste ich es immer wieder unterbrechen und habe deswegen den Kurs nie abgeschlossen – dennoch kann man mittlerweile erkennen, wen ich zeichne 🙂

Lesestrategien

April 3, 2009

Bei Fachbüchern hat man oft am Ende eines Kapitels das Gefühl, dass man zwar alles gelesen und verstanden hat, aber dennoch weiß man nichts mehr. Man erinnert sich nicht mal mehr an das, was im letzten Absatz stand.

Es gibt einige Autoren (z.B. Frederick Vester), die behaupten, dass man es nicht wirklich vergisst, sondern es ist nur unzugänglich, weil die Leitungsbahnen im Gehirn noch nicht entsprechend oft aktiviert wurden.

In einem Promotionsratgeber (leider weiß ich nicht mehr welcher) habe ich gelesen, dass dieses „Lesen und Vergessen“ oberflächliches Lesen oder nicht-behaltendes Lesen oder so ähnlich genannt wird – gegen das Vergessen gibt es hiermit nur die Möglichkeit Karteikarten anzulegen.

Dieses Gefühl „Alles zu vergessen“ kenne ich auch, da ich nicht sehr viel nachbearbeite – dennoch gibt es sehr oft Momente in meinem Leben, in denen irgendeine Kleinigkeit passiert und ich mich an längst „vergessene“ Inhalte erinnere. Diese werden sozusagen bei Bedarf reaktiviert – also genauso, wie das Gehirn eigentlich gedacht ist. Man erfährt etwas, und es wird irgendwo gespeichert. Erst wenn man es wieder braucht, reaktiviert das Gehirn diese Informationen.

Die Frage ist nun: „Wie verlässlich ist dieses Erinnern“ – Es ist klar, dass Inhalte nur so weit richtig erinnert werden, wie sie auch verstanden wurden. Ich glaube nicht, dass sie falsch erinnert werden (bis jetzt stimmten die Erinnerungen immer). Ich zweifle also nicht an der Qualität. Die Quantität, also ob ich auch in jeder Situation, in der ich mich an etwas Wichtiges erinnern müsste, auch an dieses erinnere ist eher fraglich.

Hier müsste weitergeforscht werden. Bis dahin (besonders in formalen Bildungskontexten, wo zu einer bestimmten Zeit ohne Anlaß erinnert werden muss) sind die Karteikarten oder Exzerpte die verlässlichere Methode. Alle die sich aber eine runde, intuitive Bildung auf Basis von Verstehen aneignen wollen, können auch den „unsicheren“ Weg nehmen – und einfach lesen, wie und was ihnen gefällt.

Geschichte – Ressourcen

April 2, 2009

Eigentlich beginnt die Geschichte ja mit der Vorgeschichte. Nur hatte da keiner Papier und Stift zur Hand um die Geschichte aufzuschreiben – deswegen heißt sie ja auch Vorgeschichte.

Dinosaurier

Darwin und die wahre Geschichte der Dinosaurier

von Luca Novelli (Ein Schriftsteller, der sich auf Wissenschaftsliteratur für Kinder und Jugendliche spezialisiert hat)

Dinosaurier: Ein Atlas der Urzeit

Ein schöner Überblick mit CD-ROM – hier kann man die Dinosaurier als 3-D-Modell rotieren lassen

Urzeit

Die Urgeschichte

Die Mama liegt eine Generation zurück, die Oma gar 2 Generationen – dieses Buch beginnt vor 10 Millionen Jahren, das sind ungefähr 400.000 Generationen.

(Leider habe ich kein gutes Buch über die Urgeschichte aus Sicht des Kreationismus gefunden – mir fiele hier nur die Bibel ein und ihre Umarbeitungen für Kinder – wer also hier seine Sicht vertreten haben will, muss mir einen Tipp geben)

Allgemeine Geschichte

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Wer Geschichte verstehen will, der findet hier den ersten Schritt in die große Welt (leider nur noch in Bibliotheken und Antiquariaten) – dennoch eines der besten einführenden Geschichtsbücher, die ich jemals gelesen habe

Was hat Dich zu dem gemacht, was Du bist?

März 22, 2009

Jeder von uns hatte irgendwann einmal ein Erlebnis, Erkenntnis oder ein Buch, das ihn sehr begeistert hat.

So mancher hat dann nicht mehr nachgelassen in diese Richtung weiterzugehen. Immer weiter zu erforschen, was ihn einmal begeistert hat.

Was hat Dich begeistert? Schreibe mir – es kann ein Buch gewesen sein oder auch eine Erfahrung.

Bei mir hat die Mathematik angefangen zu leben, als ich das Buch „Brücken ins Unendliche“ las und dazu anfing Computer zu programmieren.

Als ich „Deutsch für Profis“ las, begann ich auf einmal Literatur zu verstehen. Und nur ein paar „Was ist Was“-Bücher über Physik genügten mir zu zeigen, dass es eine große Welt war, die ich verstehen konnte.

Hier ist ein Platz für all diese individuellen Erfahrungen – für diese Lernwege, die vor dem Schweiß die Begeisterung kannten. Wir werden den Input sammeln und hier veröffentlichen.

Also ich freue mich auf Eure Kommentare. Von Wirtschaft und Unternehmensgründung über Mathematik bis zu Pflanzen und Kochen ist alles erwünscht, was in Dir Begeisterung weckte. Am allerliebsten bitte mit Altersangabe (als ihr das zuerst last), damit jeder sich ein Bild machen kann, ob es für ihn schon Sinn macht.

Bewertungssystem

März 19, 2009

Erster Teil des Systems – Leistungsbewertung

In einer Welt von Fremdbewertung haben die meisten Menschen Schwierigkeiten ihre eigenen Leistungen einzuschätzen. Also ihre eigene Arbeit zu bewerten. Sogar routinierte Unschooler kennen dieses Gefühl und machen dann manchmal die verrücktesten Sachen – wie zum Beispiel in die Schule zu gehen, um sich mal so richtig bewerten zu lassen 8) .

Wir haben vor ein paar Jahren (im Rahmen einer Schulgründung) dieses System entwickelt, dass es Menschen ermöglichen sollte nicht mehr auf fremde Bewertungen angewiesen zu sein, sondern sich selbst auf einfache Weise selbst zu bewerten.

Es beruht auf der Idee, Bildung als eine Art Weg zu betrachten, als eine „sportliche“ Leistung. So bekommt man für jede Leistung eine bestimmte Punktzahl – oder besser gesagt Meilen (in Anlehnung an die Wegstrecke). Lese ich also eine Seite in einem Buch bekomme ich dafür eine Meile – wenn ich in einem schweren Buch eine Seite lese, dann wird die natürlich anders gewichtet. Andere Dinge werden wiederum anders gewertet.

http://docs.google.com/Doc?id=dhb87wsc_9g9wprbhp

Dieses System soll nicht zur Überprüfung und Fremdmotivation dienen (wie z.B. Antolin) – man kann den Punktestand für sich behalten. Wenn jemand jemals ein System wie Antolin draus machen will, dann soll er sich schämen!!! 🙂 Das System ist komplett nicht-überprüfend und man kann folglich auch kein Geld damit verdienen, da jeder es ohne weitere Hilfestellungen für sich nutzen kann.

Zusätzlich kann es beliebig um jede Aktivität erweitert werden (die man für sich selbst mit Bildung in Verbindung bringt) – die aktuellen Meilenvergaben entsprechen den pädagogischen Vorstellungen westlicher Kulturen.

Zweiter Teil des Systems – Einstufung

Da jegliche Bewertungssysteme immer gerne zum Vergleich mit anderen verleiten (wie sollte man sonst seine Position in der Hackordnung herausfinden?) haben wir auch hierfür noch eine Lösung gesucht – mit dem Ziel es komplett autonom durchführen zu können.

Die Lösung haben wir dann bei einem Computerspiel abgekupfert (Civilization I). Dieses war eines der erfolgreichsten und motivierendsten Computerspiele seit jeher. Der Spieler hatte immer eine Idee, wie gut er eigentlich war – ohne sich jemals mit einem anderen Menschen vergleichen zu müssen.

Civilization I vergab für eine gewisse Anzahl Punkte einen Rang – je mehr Punkte, desto besser der Rang. Wer seine Zivilisation schlecht leitete war schnell mal bei Kaiser Nero – wer es gut machte, war dann Salomon der Weise oder noch besser.

Dieses hatte den Vorteil, dass es zum einen motivierte und zum anderen lernte man geschichtliche Figuren und begann sich für sie zu interessieren; zusätzich getrieben durch den geschichtlichen Kontext des Spiels.

Und so formten auch wir eine Abfolge von Rängen – aber anstatt Herrschaftsfiguren wollten wir die Dinge dieser Welt nehmen. Denn die Welt und das Universum gilt es zu assimilieren (frei nach Piaget). So ist auch nur eine Abfolge entstanden und keine Hierarchie. Wir wollten nicht sagen, etwas ganz unten ist weniger wert, als etwas anderes weiter oben (nur um Mißverständnissen vorzubeugen).

Und als letztes machten wir uns die Aufgabe uns die Lehrpläne der Ministerien zu betrachten und zu vermessen, wieviel Meilen es braucht um eine Bildung zu bekommen, die gleichwertig zu der Bildung der jeweiligen Schulabschlüsse ist. Wir haben vorausgesetzt, dass man in der Schule das Zeug auch wirklich lernt, was in den Lehrplänen steht.

Genug der langen Rede, et voilà

http://docs.google.com/Doc?id=dhb87wsc_10dzv7btp5

U-R-Versity…

März 18, 2009

bedeutet You-Are-Versity und ist ein Wortspiel auf University. Auf Deutsch würde ich sagen eine Du-Bist-Versität – das klingt aber nicht halb so gewitzt und intellektuell, also auf Englisch.

U-R-Versity soll besonders für deutsche Unschooler eine Resource sein, wie man seine Bildung selbstbestimmt und selbstbewusst angeht – ohne sich irgendjemandem unterordnen zu müssen.

Insbesondere will ich auch hier ein extra entwickeltes Leistungsbewertungssystem angehen, dass besonders dem Einsteiger den Einstieg erleichtert. Für dieses System braucht man keinen Lehrer und Niemanden, der einen bewertet. Es läßt alles zu, was man für sich persönlich als Lernerfahrung benützen will und führt einen so in Unschooling ein. Denn als Anfänger denkt man oft: Jetzt muss ich tausend Bücher lesen, damit ich was lerne – alles andere ist keine Bildung.

Ich persönliche mache es seit 3 Jahren – und bin ganz zufrieden damit. Es hat auch den besonderen Vorteil, dass es einem ein Gefühl gibt die eigene Bildung gegenüber dem Mainstream-Bildungssystem einordnen zu können. Dies macht manchmal dem ein oder anderen Unschooler besondere Probleme, da man ja in die Sch…. gehen müsste um zu sehen wie weit man ist.

Deswegen wird sich mein nächster Post mit diesem System beschäftigen und der übernächste ist auch schon in Gedanken fertig!

Ich hoffe alle haben viel Spaß dabei und Outsider finden vielleicht auch gefallen daran.

Viel Spaß und Unschool-Power!

PS: Auf der Seite dort werde ich das Wort Unschooler langsam ausdünnen. Ich glaube wir sind eine Stufe weiter.