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Bewertungssystem

März 19, 2009

Erster Teil des Systems – Leistungsbewertung

In einer Welt von Fremdbewertung haben die meisten Menschen Schwierigkeiten ihre eigenen Leistungen einzuschätzen. Also ihre eigene Arbeit zu bewerten. Sogar routinierte Unschooler kennen dieses Gefühl und machen dann manchmal die verrücktesten Sachen – wie zum Beispiel in die Schule zu gehen, um sich mal so richtig bewerten zu lassen 8) .

Wir haben vor ein paar Jahren (im Rahmen einer Schulgründung) dieses System entwickelt, dass es Menschen ermöglichen sollte nicht mehr auf fremde Bewertungen angewiesen zu sein, sondern sich selbst auf einfache Weise selbst zu bewerten.

Es beruht auf der Idee, Bildung als eine Art Weg zu betrachten, als eine „sportliche“ Leistung. So bekommt man für jede Leistung eine bestimmte Punktzahl – oder besser gesagt Meilen (in Anlehnung an die Wegstrecke). Lese ich also eine Seite in einem Buch bekomme ich dafür eine Meile – wenn ich in einem schweren Buch eine Seite lese, dann wird die natürlich anders gewichtet. Andere Dinge werden wiederum anders gewertet.

http://docs.google.com/Doc?id=dhb87wsc_9g9wprbhp

Dieses System soll nicht zur Überprüfung und Fremdmotivation dienen (wie z.B. Antolin) – man kann den Punktestand für sich behalten. Wenn jemand jemals ein System wie Antolin draus machen will, dann soll er sich schämen!!! 🙂 Das System ist komplett nicht-überprüfend und man kann folglich auch kein Geld damit verdienen, da jeder es ohne weitere Hilfestellungen für sich nutzen kann.

Zusätzlich kann es beliebig um jede Aktivität erweitert werden (die man für sich selbst mit Bildung in Verbindung bringt) – die aktuellen Meilenvergaben entsprechen den pädagogischen Vorstellungen westlicher Kulturen.

Zweiter Teil des Systems – Einstufung

Da jegliche Bewertungssysteme immer gerne zum Vergleich mit anderen verleiten (wie sollte man sonst seine Position in der Hackordnung herausfinden?) haben wir auch hierfür noch eine Lösung gesucht – mit dem Ziel es komplett autonom durchführen zu können.

Die Lösung haben wir dann bei einem Computerspiel abgekupfert (Civilization I). Dieses war eines der erfolgreichsten und motivierendsten Computerspiele seit jeher. Der Spieler hatte immer eine Idee, wie gut er eigentlich war – ohne sich jemals mit einem anderen Menschen vergleichen zu müssen.

Civilization I vergab für eine gewisse Anzahl Punkte einen Rang – je mehr Punkte, desto besser der Rang. Wer seine Zivilisation schlecht leitete war schnell mal bei Kaiser Nero – wer es gut machte, war dann Salomon der Weise oder noch besser.

Dieses hatte den Vorteil, dass es zum einen motivierte und zum anderen lernte man geschichtliche Figuren und begann sich für sie zu interessieren; zusätzich getrieben durch den geschichtlichen Kontext des Spiels.

Und so formten auch wir eine Abfolge von Rängen – aber anstatt Herrschaftsfiguren wollten wir die Dinge dieser Welt nehmen. Denn die Welt und das Universum gilt es zu assimilieren (frei nach Piaget). So ist auch nur eine Abfolge entstanden und keine Hierarchie. Wir wollten nicht sagen, etwas ganz unten ist weniger wert, als etwas anderes weiter oben (nur um Mißverständnissen vorzubeugen).

Und als letztes machten wir uns die Aufgabe uns die Lehrpläne der Ministerien zu betrachten und zu vermessen, wieviel Meilen es braucht um eine Bildung zu bekommen, die gleichwertig zu der Bildung der jeweiligen Schulabschlüsse ist. Wir haben vorausgesetzt, dass man in der Schule das Zeug auch wirklich lernt, was in den Lehrplänen steht.

Genug der langen Rede, et voilà

http://docs.google.com/Doc?id=dhb87wsc_10dzv7btp5