Was hat Dich zu dem gemacht, was Du bist?

Jeder von uns hatte irgendwann einmal ein Erlebnis, Erkenntnis oder ein Buch, das ihn sehr begeistert hat.

So mancher hat dann nicht mehr nachgelassen in diese Richtung weiterzugehen. Immer weiter zu erforschen, was ihn einmal begeistert hat.

Was hat Dich begeistert? Schreibe mir – es kann ein Buch gewesen sein oder auch eine Erfahrung.

Bei mir hat die Mathematik angefangen zu leben, als ich das Buch „Brücken ins Unendliche“ las und dazu anfing Computer zu programmieren.

Als ich „Deutsch für Profis“ las, begann ich auf einmal Literatur zu verstehen. Und nur ein paar „Was ist Was“-Bücher über Physik genügten mir zu zeigen, dass es eine große Welt war, die ich verstehen konnte.

Hier ist ein Platz für all diese individuellen Erfahrungen – für diese Lernwege, die vor dem Schweiß die Begeisterung kannten. Wir werden den Input sammeln und hier veröffentlichen.

Also ich freue mich auf Eure Kommentare. Von Wirtschaft und Unternehmensgründung über Mathematik bis zu Pflanzen und Kochen ist alles erwünscht, was in Dir Begeisterung weckte. Am allerliebsten bitte mit Altersangabe (als ihr das zuerst last), damit jeder sich ein Bild machen kann, ob es für ihn schon Sinn macht.

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9 Antworten to “Was hat Dich zu dem gemacht, was Du bist?”

  1. Andrea Says:

    Geschichte unter der Aspekt von Wissenschaft, Kunst und Religion habe ich verstanden, als ich „Wie sollen wir den Leben“ gelesen habe… Genial.

    (Elisabeth, hast Du es schon mal gelesen?)

    Mehr schreibe ich aber jetzt nicht dazu (außer dass Schaeffer die ganze Geschichte — ich glaub er beschränkt sich auf die Römer aufwärts ein — eben in den Aspekten Wissenschaft, Kunst und Religion ziemlich genial zusammen bringt).

  2. Andrea Says:

    Oh, jetzt habe ich den letzten Absatz gelesen.

    Ich war über 30 als ich dieses Buch gelesen habe. „Entdeckt“ habe ich dieses Buch aber auf der Leseliste von Homeschool Teenager gefunden. Ist sicher was für jemanden mit 17/18 der sich mit sowas gerne austauscht.

    Ich habe mir ein Jahr gegönnt, das Buch wirklich intensiv zu lesen (samt begleit Literatur).

    Dieses Kommentar bezieht sich auf: „Wie sollen wir den Leben“ von Frances Schaeffer.

  3. 1000sunny Says:

    Hallo Andrea, ich habe dieses Buch jetzt nur von einem Peter Singer entdeckt.
    http://www.amazon.de/Wie-sollen-wir-leben-egoistischen/dp/3423361565/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1237918287&sr=8-1

    Nach was muss ich denn suchen?

  4. Andrea Says:

    Um, auf English (es gibt aber auch eine deutsche Übersetzung, ob es out-of-print ist?) heißt es How should we then live: The Rise and Decline of Western thought and culture

    Auf deutsch heißt es Wie können wir den Leben

    Bitte entschuldige meine falsche Übersetzung des Titels!

  5. 1000sunny Says:

    Hallo Andrea,

    der Autor ist ein christlicher Apologist. Ich würde gerne noch die andere Seite dazu nehmen. Ad-hoc habe ich jetzt noch dieses gefunden http://www.amazon.de/Nonbelief-Evil-Two-Arguments-Nonexistence/dp/1573922285/ref=cm_cr_pr_product_top

    Was hältst Du davon?
    Besonders bei Gesinnungsfächern will ich immer alle Gesinnungen nennen.

  6. eljascha Says:

    Du hattest ja gefragt, 1000Sunny, was hat Dich zu dem gemacht, was Du bist. Daher ist hier der Hinweis auf „eine andere Seite“ überflüssig – noch dazu wenn Du das Buch, auf das Du verweist, nichtmal kennst und daher seine Qualität nicht selbst beurteilen kannst 😉 (Aber alles, was mit Religion zu tun hat, scheint Atheisten einen unittelbaren „Juckreiz“ zu verursachen, so daß sie sofort anfangen müssen zu „kratzen“ – auch wenn es sie eigentlich selber gar nichts angeht – ist wohl ’ne existentielle Bedrohung ihrer eigenen Überzeugung?)

    Andrea, ich habe es noch nicht geschafft, das Buch zu lesen. Ich lese leider sehr wenig, und das erste, was ich nach langer, langer Zeit ohne wirklich durchgehende und vollständige Lektüre eines Buches gelesen habe, waren Ende Februar zwei Krimis auf der Bahnfahrt nach und von Breisach und dort selbst 🙂 Aber ich habe mittlerweile wenigstens eine Lesebrille und nutze sie nun auch (wozu ich mich erst mühsam durchringen mußte).

    Zur Zeit habe ich mir die Biographie einer Frau aus Italien, die in den siebziger Jahren nach Kenia ausgewandert ist, vorgenommen, aber meist komme ich nur während meiner eher seltenen Straßenbahnfahrten ohne Ch. zum Lesen.

    Was hat mich zu dem gemacht, was ich bin? Vieles – hier nur Beispiele:
    – daß ich alle Schulferien auf dem Land im Tannheimer Tal/Tirol verbracht habe, mit viel draußen sein, einfachster Infrastruktur, viel Muße etc. und etwas Verwandtschaft am Ort, durch deren gesammelte Karl May Bände ich mich mehr oder weniger durchgelesen habe
    – daß ich auf ein Gymnasium ging, von der fünften bis zur dreizehnten Klasse, das ich positiv erlebt habe, ein reines Mädchengymnasium – würde ich jederzeit weiterempfehlen – wo ich viele der nachmittags angebotenen künstlerischen und sportlichen Aktivitäten freiwillig und mit Freude mitgemacht habe
    – daß ich mit vier anfing ins Ballett zu gehen, mit ca. acht Klavier zu spielen – Aktivitäten, die ich nicht selbst ausgesucht hatte, weil ich sie ja gar nicht gekannt hatte, aber die mir sehr gut gefielen, außerdem bin ich viel Eislaufen gegangen (ab ca. sechs/sieben Jahren), wir hatten das Eisstadion vor der Haustüre, als ich ca. 15 oder 16 war fing ich auch an, selber die Kleinen im sogenannten „Riegenlauf“ zu betreuen …
    – daß ich mit Ende zwanzig angefangen habe, klassischen indischen Tanz zu erlernen (mit Unterbrechungen immer wieder bis ca. Mitte dreißig), leider mußte ich dafür teilweise in eine andere Stadt fahren und konnte mir das finanziell und kräftemäßig irgendwann nicht mehr leisten
    – daß unsere Eltern schon als wir klein waren viel mit uns in den Bergen gewandert sind, ich habe das auch während meiner Studienzeiten immer noch gerne gemacht, würde es auch jetzt noch tun, aber das schafft meine Tochter leider nicht
    – ein langjähriger Partner, das Zusammenleben mit ihm
    – Freundinnen und Freunde, davon einige wenige Freundinnen ganz stark und noch weniger Freunde relativ stark (durch einen kam ich z. B. dazu, Mitte der achtziger Jahre einmal fünf und einmal zwei Wochen durch die Türkei zu reisen, durch eine Feundin türkischer Herkunft fing ich an, mich konzentriert mit feministischer Lektüre zu beschäftigen)
    – Familie und Lebensumstände
    – manche LehrerInnen, auch außerhalb von Schule
    – verschiedene Jobs und lange Studienjahre
    – ein Jahr leben in Strasbourg
    – meine Kinder
    – die Entdeckung von schulfreiem Leben und Lernen und die Krankheit meiner Tochter, die beiden Hauptthemen, die heutzutage meine fast täglichen Beschäftigungen bestimmen (nicht nur direkt praktisch im Leben, sondern vor allem auch dadurch, daß ich mich z. B. in Blogs und Foren damit auseinandersetze)
    – die Liste ließe sich lange fortsetzen
    – außerdem bin ich überzeugt, daß ich zu einem guten Teil schon mit dem, was ich heute (immer noch) bin, geboren wurde (Anlagen, Grundzüge meines Charakters …)

    Bestimmt waren es nie einzelne Bücher, eine isolierte Erfahrung oder Erkenntnis, die mich wesentlich geprägt haben. Wenn einzelne solcher Dinge dazu beitragen konnten, mich zu dem zu machen, was ich heute bin, dann nur, wenn sie in einem größeren und starken Zusammenhang in meinem Leben vorkamen.

  7. Andrea Says:

    1000Sunny, dass es einige, nicht wenige gibt, die behaupten, nicht an Gott zu glauben, wundert mich überhaupt nicht.

    Ein Rezensent schreibt über „Non Belief and Evil“ folgendes:

    It is not so much that Mr. Drange does not believe God exists, but it is more accurate to say that he is mad that God does exist and, needing something larger than himself to believe in, he sets up the Atheist God.

    Kurz um: Ich glaube, viele wissen nicht, was sie glauben bzw. warum. Das merke ich an der ganze Evolutionsdebatte. Wir bekommen etwas in der Schule stark verwässert beigebracht und nur wenige sind willig, sich damit auseinanderzusetzen.

    Hast Du das Buch von Theodore M. Drange gelesen? Dann schicke ich Dir gerne ein Exemplar von Schaeffer. Kannst dann deine eigene Meinung dazu machen. (Ich schicke Dir auch gerne das Buch, selbst wenn Du noch nichts von Drange gelesen hast.)

  8. Andrea Says:

    Eljascha, das ist aber eine wunderschöne Liste! Eine Hommage an der Familie und wirklich ein Beispiel für lebenlanges Lernen.

    Aus dieser Perspektive hatte ich 1000Sunny’s Frage gar nicht betrachtet. Ich habe spontan das Buch erwähnt, weil Schaeffer sehr gut weiss, unsere „Geschichte“ auseinander zu nehmen (auch die Geschichte der „Gläubigen“ bzw. der „Kirche“) und aufzuzeigen, wie die Gesellschaft unser individuellen Denken und Handeln prägt.

  9. 1000sunny Says:

    @eljascha
    Ich habe doch nirgends was schlechtes gesagt über das Buch – und auch nicht, ob ich jetzt Atheist, Monotheist oder Polytheist bin. Dennoch will ich bei allen Gesinnungsfächern alle Blickrichtungen abdecken. So will ich bei Wirtschaft Adam Smith genauso nennen, wie Karl Marx.
    Das war ja nicht böse gemeint – also aus dieser Perspektive habe ich meine Frage ebenfalls gar nicht betrachtet. Wenn Du mich über Psychologie fragst, werde ich Dir auch sagen können, was meine bevorzugte Richtung ist – kann Dir aber genau deswegen auch die Gegenrichtungen nennen.

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